St. Anton am Arlberg
Höhe 1.300 m * 2.300 Einwohner * 9.000 Betten * Skigebiet St.Anton–St.Christoph–Stuben 1300 m – 2811 m * 260 km Pisten * 3 Talstationen im Ort * Tages-Skipass 44,50 * Kleinkinder unter 8 Jahren zahlen einmalig 10,– * 37 km Loipen * 4 km Rodelbahn mit Lift erreichbar * sehr schönes Wellnesszentrum * Saison 26. November 2010 bis 1. Mai 2011
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Kein Wintersportort Österreichs überstrahlt St. Anton am Arlberg.

In der letzten leicht anzufahrenden und besiedelbaren Ecke Tirols empfängt es seit jeher Reisende aus Ost und West. Im Jahr 1884 wurde die Arlberg-Bahnstrecke eröffnet und St. Anton zur höchstgelegenen Eisenbahn-Express-Station Europas; zufällig genau in der Mitte zwischen Paris und Wien. Und ein wenig hat St. Anton sehr wohl von Preis und Mondänität dieser Städte. Was an schönen anderen Orten 4,50 kostet, ist in St. Anton 5,80 wert.

Das kleine Dorf ist das Internationalste der österreichischen Wintersportorte, wohl auch weil mit der Eisenbahn kein anderer besser zu erreichen war. St. Anton ist auch für Amerikaner Skikultur.

Englisch im Winter beinahe Landessprache, in manchen Bars versteht das Personal kein Deutsch, zum Beispiel im Underground in der Fußgängerzone. Aus ganz Europa kommen jeden Winter die Skilehrer und Gastro-Workers, hier bei viel Spaß locker Kohle zu verdienen. Ihre ausgelassene Lebensfreude bestimmt das Après-Ski und Nachtleben.

Solange die Talabfahrt Schnee hat, wird in den Hütten am Pistenrand gefeiert. Das Tagesende beim Mooserwirt ist in ganz Österreich berüchtigt, nicht nur wegen des Preises von ca. 4,50 Euro für 0,5 l Bier, ca. 3,50 für 0,3 l Bier.

Die Fußgängerzone von St. Anton ist belebt bis in die tiefe Nacht hinein. Zwischen Abendruhe der Lifte und Dinner im Hotel bummeln die Gäste durch das Zentrum. Bunte Auslagen, teure Geschäfte, Après-Bars im Freien locken. Nur wohlhabende Menschen spazieren und gustieren, wer wenig Geld hat, kann sich den Ort nicht leisten.

Anlässlich der Ski-WM im Februar 2001 haben sie St. Anton umgebaut. Die alte Eisenbahntrasse, sie hat das Dorf vom Skigebiet getrennt, wurde auf die unbewohnbare Seite des Tales verlegt. Richtig befreit wirkt das Zentrum jetzt, tausendmal schöner als je zuvor. Bestes Relikt der Weltmeisterschaften ist die WM-Halle, ein geradlinig-kantiger Bau, futuristisch, viel Glas und Holz. Drin Bad, Sauna, Restaurant, Veranstaltunghalle; alles "très"-elegant.

St. Anton hat zwei Skigebiete. St. Anton-St. Christoph-Stuben und das kleine Gebiet Rendl mit 30 Kilometer Pisten, die meisten davon steil.

Die Talstation Rendl liegt 300 m vom Ort Richtung St. Christoph. Der Berg wird von Insidern “Rendl-Beach“ genannt, wegen einer Schirmbar bei der Gondel-Bergstation. Allerdings erst ab dem Frühjahr, da die Rendl-Nordhänge im Hochwinter zu kalt und schattig sind.

Trotzdem, wer Funpark will, muss auf den Rendl, weil keine Anlagen am Galzig. Die lange Talabfahrt vom Rendl ist jetzt beschneit, ein Vergnügen, das man nicht lassen sollte.

Das Skigebiet St.Anton-St.Christoph-Stuben hat 120 Kilometer über 5 Gipfel in schroffer, kahler Berglandschaft. Die alte 70er-Gondel Galzig mit ihren zwei Kabinen haben sie im Sommer 2006 geschleift, jetzt fährt direkt vom Zentrum eine 24er-Gondel mit 28 Kabinen zum zentralen Galzig-Gipfel. Von dort hinunter nach St. Christoph, mit der 50er-Gondel auf den Valuga-Grat oder in die Pistenwelt Richtung Gampen. Die Pisten wirken häufig wie Notausgänge der unzähligen, beängstigenden Ski-Varianten. Man wundert sich, nicht öfter von Schneebrett, oder sonstigen Unfällen zu hören. Boarderspuren beginnen im Nirgendwo eines Gipfels, kaum vorzustellen, wie ein Mensch dort hingekommen ist.

Wenn es länger nicht geschneit hat, verwandelt sich das Gebirge in eine Buckelpisten-Welt.

Anfänger haben in den höheren Regionen nichts zu suchen, sie bleiben den guten Fahrern vorbehalten.

Die längste Strecke von Schindler-Spitze nach St. Anton 8,2 km. Unbedingt sollte jeder einen Ausflug auf den Albona-Grat von Stuben wagen. Zwar sind die roten Pisten 13 und 12 schmal und steil, aber man kann sich ja Zeit lassen.

 

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Illustration
2008/09

2010/11: Liebe Leser!

Die Skipasspreise sind auf aktuellem Stand für diesen Winter 2010/2011. Manches ist noch nicht aktualisiert, sonst funktioniert alles bestens.

Danke den Betrieben, danke den Lesern! – Andreas Lettmayer