Saalbach
Höhe 1003 m * 1.550 Einwohner * 8.200 Betten * Skigebiet Saalbach-Hinterglemm-Leogang 1003 m – 2020m * 200 km Pisten * 3 Talstationen im Ort * Tages-Skipass 42,50 * Kinder unter 6 gratis am Lift * 12 km Loipen * 3,5 km Rodelbahn zu Fuß erreichbar * kein Relaxzentrum * Saison 3. Dezember 2010 bis 25. April 2011
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Ortsbeschreibung | zurück

In einem schmalen Tal zwischen den Hohen Tauern und den Loferer Steinbergen das Weltdorf Saalbach mit seinen 1.550 Einwohnern.

Am Ortsanfang wird der Reisende empfangen, als ob er sich einer ansehnlichen Stadt näherte. Große Schilder regeln den Verkehr, und wer sich verleiten lässt, landet in einer Parkgarage mit 9 Etagen.

Von dort direkte Zugänge zu den Liften und ins Zentrum. Die Garage wurde zur Ski-WM 1991 errichtet und hat die Atmosphäre des hübschen Bergdorfs nachhaltig zerstört. Wie kann man sich in einem heimeligen Alpendorf fühlen, wenn man im ersten Eindruck durch düstere, enge Garagenfluchten fahren muß, auch wenn dadurch die Fahrzeuge aus dem Blick verschwunden sind.

Im Kern von Saalbach eine ausgedehnte Fußgängerzone mit 4 Ästen. Ihr Mittelpunkt, der Platz vor der Kirche. Skifahrer müssen das Zentrum queren von einer Talstation zur anderen, Damen durchstreifen es zum Shopping, und nachts ziehen die Leute von einem Lokal zum nächsten.

Das Zentrum ist immer belebt, und wenn zur Dämmerung die Lichter angehen, wird das Flanieren erst richtig schön. Es gibt nicht viele Orte in Österreich mit dieser abendlichen Stimmung. Die häßliche Parkgarage ist vergessen.

Das Après-Ski geschieht in den Hütten an der Talabfahrt, z. B. Hinterhagalm und Bauers-Skialm. Beide gehören zu den bestbesuchten Après-Treffs Österreichs. In der Nacht in vielen Bars Livemusik, in dieser Dichte selten in Österreich.

Saalbach wächst schon seit Jahren mit dem Nachbarort Hinterglemm zusammen, und es herrscht reger Austausch zwischen den Dörfern.

Die Saalbacher haben das Glück, daß sie kaum Schnee brauchen, um die Weidewiesen über dem Dorf zu präparieren. 10 cm genügen den Raupen zur Arbeit. Das ist gut, denn ein Schneeloch kann man das Tal nicht nennen.

Zwei der drei Berge, die vom Zentrum Saalbach mit Liften erschlossen sind, haben Südhänge und sind den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt. In schlechten Wintern ist es mit der Pistenherrlichkeit rasch vorbei, aber wenn es viel Schnee hat, dann ist die Lieblichkeit der sanften Grashänge kaum zu übertreffen.

Die erste Einstiegsmöglichkeit in das Skigebiet Saalbach liegt ein gutes Stück vor dem Dorf in Vorderglemm. Eine 12er-Gondel über die Straße auf den 1.910 m hohen Wildenkarkogel. Von dort entweder zu den steilen Pisten Leogangs oder eine fast endlos lange und flache Querverbindung nach Saalbach zum Kohlmaiskopf, 1.794 m. Hier ein breites freundliches Pistennetz. Vielfältig, bequem, steil, durch den Wald. Vor allem aber mit Panorama-Alm, Hinterhagalm und Thurneralm, drei der besten Hütten im ganzen Tal.

Störend die Gruppengondelbahn vom Zentrum Saalbach, an der man immer zusammenwarten muß. Neben dem Kohlmaiskopf durch den Spielberggraben getrennt der Bernkogel, ein einsamer Gipfel, mit einer einzigen blauen Piste, vom Zentrum Saalbach mit einem 3er-Sessel erschlossen.

Auch wenn es in den offiziellen Karten danach aussieht, eine Pistenverbindung vom Kohlmaiskopf zum Bernkogel gibt es nicht. Wer wechseln möchte, muss abschnallen, eine steile Eisentreppe nehmen und ein paar Schritte durch das Dorf gehen.

Im Süden von Saalbach der Schattberg-Ost Gipfel. Ihn erreichte man vom Dorf-Zentrum bislang mit der 100er-Gondel Schattberg. Ab Winter 2003 wurde die alte Bahn durch eine neue 8er-Gondel ersetzt. Eine absolute Qualitätsverbesserung, denn somit ist der Schattberg endlich sinnvoll in das Skigebiet integriert. Von oben das Rondeau in beide Richtungen abzufahren oder schwarze Piste 1 zurück nach Saalbach.

Sie ist eine schmale ziehwegartige Serpentinenstrecke, manchmal nicht mehr als 8 m breit. Schwierig zu fahren bei harter Eispiste, sonst von jedem zu schaffen.

Am Schattberg-Gipfel ein SB-Restaurant, etwas tiefer an der blauen Piste 3 zwei nettere Gaststätten. Die blaue Piste 3 und rote Piste 3 sind plattgewalzte ebenmäßige Highways.

Mit 7 km die längste Piste im Gebiet die sogenannte “Jausern-Abfahrt“. Bei Gott nicht flach. Manchmal lädt sie zum Rasen ein, ab und zu ist sie steil wie eine schwarze. Sie endet im Tal bei 12er-Gondel Schönleiten. Vom Gipfel weiter nach Leogang oder wieder zurück nach Saalbach.

Wer das Tal umrunden möchte, beginnt in Saalbach mit 3er-Sessel Bernkogel oder der 100er-Gondel Schattberg. Es ist nicht gerade so, daß es bei der Rundfahrt nur schöne Pisten gäbe, oft fährt man Verbindungswege von Lift zu Lift. Wer das gesamte Skigebiet im Kreis abfährt, verbringt sehr viel Zeit in der Luft und muß auch schwarze Pisten bewältigen können.

 

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2008/09

2010/11: Liebe Leser!

Die Skipasspreise sind auf aktuellem Stand für diesen Winter 2010/2011. Manches ist noch nicht aktualisiert, sonst funktioniert alles bestens.

Danke den Betrieben, danke den Lesern! – Andreas Lettmayer